Energiepreisentwicklung 2000 bis 2013

Geschrieben von Martin Streibl am in Energiewende, Regenerative Energie

Das statistische Bundesamt zeigt auf folgender Seite die Entwicklung der Energiepreise vom Jahr 2000 bis ins Jahr 2013 für verschiedene Energieträger, sowohl für industrielle als auch private Verbraucher.

Trotz des vieldiskutierten Anstiegs des Strompreises für private Verbraucher bleibt die gesamte Strompreissteigerung seit 2000 im Rahmen der Preissteigerung der anderen Energieträger. Während sich Strom- und Erdgaspreise verdoppelt haben, hat sich der Erdölpreis sogar mehr als verdreifacht. Wenn man zusätzlich berücksichtigt, dass unter allen im Privathaushalt zu Buche schlagenden Energiekosten die Stromkosten den niedrigsten Posten beitragen, dann erscheint der Strompreisanstieg nicht als das vordringlichste Problem des privaten Verbrauchers. Wesentlich höheres Einsparpotential ergäbe sich durch eine Verminderung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. 

Diesen Schluss unterstützt auch die Aufstellung der Energiekosten für einen typischen 4-Personenhaushalt durch die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv). In der folgenden Tabelle werden die Daten des vzbv für die Jahre 2000, 2007 und 2013 gegenübergestellt.

energiekostenentwicklung_4p 

Auch hier ist die Strompreisentwicklung vergleichbar zur allgemeinen Steigerung der Energiekosten. Der Anteil der Stromkosten am Gesamtenergieaufwand der vierköpfigen Familie von ca. 22-23% bleibt ebenfalls konstant.

Die Energiewende erscheint hier also nicht als der oft zitierte Kostentreiber. Vielmehr sollte die Abkehr von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas und der vermehrte Einsatz von regenerativen Energieträgern wie Wind und Sonne langfristig zu einer geringeren Energiekostensteigerung führen.