Laut IEA Report: Photovoltaik führte 2016 den weltweiten Kraftwerkszubau an.

Geschrieben von Martin Streibl am in Energiewende, Klimaschutz, Regenerative Energie

Wie die „International Energy Agency“ (IEA) in einem im Oktober veröffentlichten Report meldet, haben die erneuerbaren Energieträger im Jahr 2016 ca. zwei Drittel des gesamten weltweiten Kraftwerkszubaus ausgemacht. Die Photovoltaik führte diese Entwicklung mit einer Neukapazität von 74GW an und liegt damit deutlich vor neuer Kohlekraftwerkskapazität von 57GW.

Als Gründe für den Siegeszug der Photovoltaik werden gesunkene Investitionskosten durch niedrige Solarzellen-Preise vor allem aus China und einem damit einhergehenden Rekord-Tief der PV-Stromkosten bei Strompreis-Auktionen genannt. Dabei wurden Niedrigpreise von nur 3 Cent pro Kilowattstunde erreicht. Mittlerweile sind PV- wie auch Wind-Anlagen konkurrenzfähig bzw. unterbieten sogar neue Gas- und Kohlekraftwerke.

Dementsprechend wird erwartet, dass in den nächsten 5 Jahren bis 2022 die erneuerbaren Energiekraftwerke doppelt so stark wachsen wie Kohle- und Gaskraftwerke zusammen. Bis 2022 werden die Erneuerbaren dann 30% des weltweiten Strombedarfs bestreiten.

Es stimmt hoffnungsvoll, dass trotz einer gewissen Klimaschutz-Müdigkeit, die man in Deutschland ausmachen könnte, die erneuerbaren Energien offensichtlich ihrer Kinderstube entwachsen und zum Selbstläufer geworden sind.

Lesen sie den IEA-Artikel unter folgendem LINK  bzw. den Bericht dazu auf www.heise.de