Warum eine Verschärfung des Klimaschutzziels um 0.5°C Sinn macht

Geschrieben von Martin Streibl am in Energiewende, Klimaschutz

klima_paris_einskommafuenf

Im Pariser Klimaschutzgipfel im Dezember 2015 haben sich 195 Nationen geeinigt, die globale Klimaerwärmung auf maximal 2°C zu begrenzen und darüberhinaus weitere Anstengungen zu unternehmen, die Erwärmung sogar auf 1.5°C zu begrenzen. Der Heise Online-Artikel „Zahlen, bitte! 0,5 Grad Celsius wärmer“ hilft zu verstehen, warum das um ein halbes Grad verschärfte Klimaschutzziel so wichtig ist und gibt einige drastische Beispiele.

So würde sich die Häufigkeit von extremen Hitzeperioden bei 1.5°C  maximaler Klimaerwärmung gegenüber einem 2°C-Ziel deutlich reduzieren. Im mediterranen Raum würde sich die verfügbare Frischwassermenge bis zum Ende des Jahrhunderts nur um 10% reduzieren, gegenüber einem Rückgang um 20% im 2°C-Fall. Der Anstieg des Meeresspiegels würde sich bei Einhaltung der 1.5°C nur um 10 cm anheben, gegenüber 50 cm bei 2°C.

Der Online-Artikel bezieht sich auf eine aktuelle Studie des Climate Analytics Instituts in Berlin, die belastbare Daten für die erreichbare Abschwächung des Klimaschadens durch das strikteren Klimaziels von 1.5°C liefert und damit die Notwendigkeit des ambitionierteren Ziels klar vor Augen führt.